Theaterabteilung

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Das Spielen von Theaterstücken für unsere Bevölkerung durch den TSV Oerlenbach ist nahezu so alt wie der Verein selbst. Schon bald nach Gründung des Vereins erkannten die Gründungsväter, dass ein Sportverein, will er auch anerkannter Kulturträger in der Gemeinschaft sein, nicht nur das sportliche Angebot an die Bevölkerung richten sollte, sondern auch Geist und Gemüt der Mitmenschen einbeziehen muss. Natürlich hatte man auch sehr schnell im Sinn, dass eine Theateraufführung die finanziellen Verhältnisse des Vereins aufzubessern in der Lage ist. Einige Hinweise in noch vorhandenen Protokollbüchern ab 1931 deuten zweifelsfrei auf Theateraufführungen zumindest sofort nach dem 1. Weltkrieg hin und mit welcher Ausdrucksstärke und innerer Anteilnahme der damalige Schriftführer des Vereins das Theaterspiel begleitete, soll das folgende Zitat aus dem Jahr 1932 belegen: „ Im dichtbesetzten Saal der Gastwirtschaft A. Kuhn bot unser Turnverein der Einwohnerschaft u. Auswärtigen einige recht vergnügte Stunden. Mit dramatischer Wucht wurden die ergreifenden Szenen des Volksstückes „Tochter des Wilddiebes“ wiedergegeben. Das Stück zeigte so recht die schauspielerischen Qualitäten aller Mit-wirkenden.“ Ein paar Seiten weiter folgt dann die finanzielle Abrechnung für drei Aufführungen mit einem Plus von 114,69 Mark, für damalige Verhältnisse ein recht ordentliches Ergebnis. In dieser Zeit wurden für die Theaterabende immer wieder drei Einakter, meist ein ernstes Drama und zwei Luststücke dargebracht. Die Leitung der Theater-Abteilung hatte das Vereinsmitglied Hermann Kuhn.
Nach dem 2. Weltkrieg ab 1947 übernahm der TSV schon bald wieder die Tradition des Theaterspielens und bot auch in diesem Bereich der Bevölkerung gute Unter-haltung und Entspannung. Anderen Oerlenbacher Vereinen war natürlich nicht entgangen, dass man die Vereinskasse mit Theateraufführungen aufbessern konnte und machten dem TSV den Platz an der Sonne streitig. Das ging so weit, dass selbst der Bürgermeister Oerlenbachs eingreifen musste und unter den streitenden Parteien zum Kompromiss aufforderte. Der TSV sollte nur noch alle zwei Jahre das Recht zur Aufführung wahrnehmen. So beschieden also auch getan, aber nach nur wenigen Jahren ging dem Kontrahenten die Luft aus und der TSV bringt seit dieser Zeit wieder Jahr für Jahr die Oerlenbacher und viele begeisterte Gäste mit den Aufführungen von lustigen Dreiaktern in der Weihnachtszeit zum Staunen und Lachen.
Der Neuaufbau der Theatergruppe nach dem Weltkrieg wurde von Fritz Blum in mühevoller Arbeit geleistet. Die Darsteller und Akteure der 30-er Jahre waren gefallen, verzogen oder fielen aus Altersgründen aus. Doch der Neuaufbau gelang und die Theatergruppe war wieder fester Bestandteil unseres TSV. Nach Fritz Blum folgten dann Edgar Karch, Heinrich Kopp, Hauptlehrer Schmitt, Wilhelm Karch – unser Ehrenmitglied – und seit nunmehr 2001 Andreas Schmitt als Verantwortliche und Regisseure der Theatergruppe. Stellvertretend für die vielen ausgezeichneten und vereinstreuen Schauspielerinnen und Schauspieler in der langen Tradition soll an dieser Stelle nur der unvergessene und weit über Oerlenbachs Grenzen hinaus bekannte Leo Albert – auch Ehrenmitglied des TSV- genannt werden, der uns leider viel zu früh verlassen musste.
Der TSV Oerlenbach sieht in seiner Theatergruppe eine Schwerpunkt –Abteilung, nicht nur aus den schon geschilderten finanziellen Gründen, sondern vor allem auch aus der Verpflichtung heraus, seiner satzungsgemäßen Aufgabe zur Pflege des Brauchtums und der Kultur in unserer Heimat gerecht zu werden.

Theaterauftritt 2016 – „Ich heirate nie!“

Theaterchronik

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