Vereinsgeschichte

Ein ganzes Jahrhundert Geschichte und Geschichten eines Vereins in einen kurzen Bericht zu fassen und dabei keinen wichtigen Punkt und kein für die Entwicklung des Vereins entscheidendes Ereignis außer Acht zu lassen oder zu übersehen, ist ein schwieriges Unterfangen und doch soll hier der Versuch unternommen werden, dies zu verwirklichen. Es wird in diesen Tagen in Deutschland viel diskutiert über das Erscheinungsbild des Sports im Allgemeinen und bei uns im Besonderen, auch über das Erscheinungsbild des sportlichen Angebots in unserem TSV Oerlenbach. Es ist ja heute in unserer Gesellschaft zur Übung geworden, alles und jeden in die Diskussion, wenn nicht sogar gleich in die Kritik zu stellen, weil man oftmals neidisch auf den Erfolg bzw. den Erfolgreichen ist. So mancher will sich aber nur einfach selbst mit einer angeblich eigenen Meinung, die in Wirklichkeit aber meist von der veröffentlichten Meinung der Medien sehr stark geprägt ist, in den Vordergrund zu stellen. Dabei wird immer wieder die Frage außer Acht gelassen, wie sieht das eigentlich mein Nachbar, hat der vielleicht sogar eine recht konträre, richtigere Auffassung zu diesem oder jenem Thema ? Erst aus der Vielfalt der Meinungen ergibt sich ein einiger Maßen gültiges Gesamtbild der berechtigten gesellschaftlichen Ansprüche und Anforderungen an den Verein. Die jeweils Verantwortlichen in unserem TSV Oerlenbach dürfen sich jedoch in ihren Entscheidungen nicht nach dem Willen Einzelner richten, sondern müssen sich, das Gesamtwohl des Vereins auch in Zukunft im Auge behaltend, auf die sportlichen Trends und Meinung der Allgemeinheit einstellen. Dies aber wiederum nur dann, wenn dieser Trend und diese Meinung der Allgemeinheit kein, meist von der Sportartikel- Industrie gepuschter vorübergehender Modetrend ist. Oberstes Ziel dabei war, ist und muss es auch in Zukunft bleiben, dass der TSV Oerlenbach, will er weiterhin seinen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft behalten, ein allen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen unserer Gemeinschaft gerecht werdendes Angebot machen muss. Dieses Angebot muss sich sowohl über den sportlichen als auch über den kulturellen Bereich erstrecken und erst dann kann der Verein berechtigte Ansprüche, auch im finanziellen Bereich, an die Gesellschaft stellen.
Nach einer neueren repräsentativen Umfrage der Deutschen Sporthochschule Köln ist in der Meinung der Mehrheit der Deutschen der Sport in der Außenwirkung für Deutschland wichtiger als Kultur, Wirtschaft und Politik.
Nach dieser Maxime gilt es auch in unserem TSV zu handeln und zu agieren. Um ein solches Handeln aber zu verstehen, ist es nach der festen Überzeugung des Verfassers notwendig, die Geschichte und die Entwicklung unseres TSV zu kennen und daraus für die Zukunft die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Als sich am 03. Juni 1912 elf junge Männer unter der Führung von Wilhelm Kuhn, dem späteren Bürgermeister Oerlenbachs, zusammenfanden und den Turnverein Oerlenbach aus der Taufe hoben war ihnen sicher nicht bewusst, welche kulturelle Wertschöpfung auf Dauer sie für unsere Gesellschaft, für unsere Gemeinde schufen. Ihnen war aber bewusst, dass sportliche Bewegungsmöglichkeiten als Ausgleich für täglich harte Arbeit angeboten werden mussten und diese nur über einen Verein in geordnete Bahnen gelenkt werden konnten.
Die 11 Gründungsväter waren Wilhelm Kuhn, der auch erster 1. Vorstand wurde, Josef Keß, Karl Krug, Andreas Kuhn, Bruno Kuhn, Emil Kuhn, Hermann Kuhn, Max Kuhn, Georg Nöth, Isidor Werner und Martin Werner. Sie veranstalteten noch am Gründungstag auch ein großes Schauturnen mit dem Patenverein TSV Poppenhausen, um so von Anfang an die Jugend in Oerlen-bach für das Turnen zu begeistern.
Oerlenbach hatte damals rund 300 Einwohner Wilhelm Kuhn hatte schon zwei Jahre zuvor mit 2 weiteren Oerlenbacher Turnkameraden als Gründungsmitglied des TSV Poppenhausen sein Verantwortungsgefühl für die Allgemeinheit unter Beweis gestellt und kurze Zeit später auch einen Übungsleiterschein für das Turnen erworben. So war es nicht verwunderlich, dass im Turnverein Oerlenbach das Turnen sehr schnell zur Blüte gelangte. Die junge Turnerriege erzielte bei Turnfesten in Bad Kissingen und Poppenhausen schöne Erfolge, und das, obwohl man zunächst aus Mangel an Turngeräten in Oerlenbach, das Training beim TSV Poppen-hausen abhalten musste; es war die Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg um das noch einmal deutlich zu machen !
Aber auch über das reine Turnen hinaus regten sich sportliche Aktivitäten und so beteiligten sich z.B. 5 junge Turner im Jahr 1914 in unserer Region an dem Staffellauf zwischen den Städten Stuttgart und Dresden
Der 1. Weltkrieg brachte dann einen ersten entscheidenden Einbruch in das Vereinsgeschehen, er erstickte nahezu das Vereinsleben. Die meisten Turner waren im Krieg eingezogen und fast nur noch Jugendliche – damals Zöglinge genannt- hielten den Verein mühselig über Wasser. Und doch erweckten die wenigen aus dem Krieg zurückgekehrten Turnkameraden mit altem Ehrgeiz und neuem Schwung den, ihren, Turnverein bald wieder zu kaum fassbarem neuen Leben und Erfolgen. Beim eigenen Turnfest 1921 hatte der Turnverein 22 aktive Geräteturner und 15 Zöglinge. Es kamen zum Turnen Faustball und wohl auch Fußball hinzu und schon am 7. Mai 1922 konnte zum 10-jährigen Geburtstag des Vereins die erste vereinseigene Fahne geweiht werden. Mit dazu beigetragen hat auch eine feste Gruppe von Theaterspielern, die nicht nur für kulturelle Glanzlichter in der Gemeinde und weit darüber hinaus sorgten, sondern vor allem auch Jahr für Jahr die finanziellen Verhältnisse des Turnvereins aufbesserten.
Die Faustballer sorgten mit ihren Leistungen und Erfolgen in den 20-er Jahren in ganz Nordbayern für Furore und brachten die etablierten Stadtvereine in Würzburg, Schweinfurt und Nürnberg zum Staunen über den Turnverein aus dem kleinen, nur ca. 300 Einwohner zählenden Ort, Oerlenbach. Mehrere Unterfränkische und die Nordbayerische Meisterschaften 1926 in der Klasse A waren der Lohn für intensives Training, Disziplin und innere Begeisterung für den Faustballsport. Der Turnverein Oerlenbach wurde für diese außer-gewöhnlichen Leistungen und Erfolge mit der Meisterschaftsnadel in Gold ausgezeichnet. Dass die damaligen Verantwortliche in mehreren Mitglieder-versammlungen immer wieder betonten, dem Faustballspiel ist der Vorrang vor dem Fußball zu geben, ist den überragenden Erfolgen der Faustballmannschaft geschuldet, – so verlor man beispielsweise bei einem Faustball-Turnier in Aschaffenburg 1927 gegen den damaligen Deutschen Meister „Licht und Luft“ Frankfurt in einem dramatischen Endspiel nur mit 24 : 27 Bällen ! Sicherlich war aber auch die Tatsache ausschlaggebend, nicht genügend Spieler für beide Sportarten gleichzeitig zur Verfügung zu haben. Der Turnverein hätte sonst die Vormachtstellung im Faustball in Unterfranken nicht halten zu können.
Dennoch wurden auch im Fußball einige Erfolge bei Pokalturnieren in der näheren Umgebung, z.B. Eltingshausen und Reiterswiesen, eingefahren.
Der Turnverein wurde darüber hinaus aber auch schon damals seiner Verant-wortung der Allgemeinheit gegenüber gerecht und legte in den 20-er Jahren den Aspensee als Rückhaltebecken für den Oerlenbacher Brandschutz an und befestigte auch den dorthin führenden Weg. Einen erneuten Rückschlag für den Turnverein Oerlenbach bedeuteten dann die unsäglichen politischen Verhältnisse in den 30-er bis Mitte der 40-er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Der Mitgliederstand 1931: 23 Mitglieder. 1935 wurde ein neuer Führer gewählt, nachdem der alte Vorstand zurück-getreten war und es waren nur noch 16 Mitglieder im Verein.
Obwohl die Vereinsführung versuchte, den politischen Vorgaben gerecht zu werden und man ausdrücklich darauf hinarbeitete „sämtliche Knaben der Volkshaupt- und Volksfortbildungsschule als Zöglinge zu den turnerischen Übungen herbeizuziehen“ ( Zitatende ), im Sinne des ideologisch Gewollten, kam das Vereinsleben während des 2. Weltkrieges wiederum zum Erliegen. Es unterblieben dann auch, sicher nicht nur aus diesem Grund, im Protokollbuch jegliche Einträge zwischen dem 12.05.1939 und dem 01.07.1946.
Doch Geist und Idee des Turnvaters Jahn überdauerte auch diesen schreck-lichen Zeitabschnitt und schon bald, im wahrsten Sinne auferstanden aus Ruinen, wurde der Turnverein Oerlenbach als Turn- und Sportverein Oerlenbach neu gegründet. Zwar hatten die Alliierten nach dem Krieg das Vereinsleben in Deutschland zunächst verboten, doch schon bald fanden sich aktive Freunde des Fußballspiels und beschlossen am 01.Juli 1946 in einer ersten Zusammenkunft, einen neuen Sportplatz an der Ramsthaler Straße zu bauen was auch mit Zustimmung der Gemeinde innerhalb von 3 Monaten gelang. Dabei mussten in einer Nacht- und Nebelaktion zunächst zahlreiche Pappeln aus dem Weg geräumt werden. Darüber hinaus wurde in dieser ersten Versammlung beschlossen, die Gründungsversammlung für den Turn- und Sportverein Oerlenbach neu, auf Sonntag, den 08. September 1946 zu legen. In dieser Gründungsversammlung, die von dem Spielführer der ersten Fußball- Mannschaft Josef Zimmermann geplant und geleitet wurde, wurden mit Josef Kuhn und Walter Semsch nicht nur ein 1. und der 2. Vorstand gewählt, sondern es konnte eine gesamte Vorstandschaft und der Ehrenrat durch Zuruf bestellt werden. Anschließend trugen sich 57 Männer als neue Mitglieder ein. Für die Mitglieder wurde eine Aufnahmegebühr von 1,50 Reichsmark und ein monat-licher Beitrag von 0,50 Reichsmark festgelegt. Zwar wurde für die Verbands-runde 1946/47 sofort eine Fußballmannschaft angemeldet, aber die traditio-nellen Sportarten Turnen und Faustball wurden weiterhin gepflegt. So wurden auch bei den 40- und 50-jährigen Vereinsjubiläen 1952 und 1962, zu denen bis zu 28 Vereine aus nah und fern erschienen, große bezirksoffene Turnfeste für Turner und Leichtathleten mit anerkanntem Erfolg organisiert.
In den Nachkriegsjahren feierten aber zunächst die Fußballer die ersten Erfolge, denn man errang schon in der 1947/48 den ersten Platz in der Tabelle und stieg in die Bezirksklasse 2 auf und schon ein Jahr später gelang erneut die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksklasse 1. Auch in dieser Zeit stellte sich der TSV weiterhin seiner Verantwortung für die Allgemeinheit und übergab z. B. die Einnahmen von mehreren Heimspielen im Fußball an die Gemeinde für die Flüchtlingshilfe.
Zu Beginn des Jahres1948 wurde eine Schachgruppe gegründet, die aber später im Protokoll keine Erwähnung mehr findet.
Nach der Währungsreform 1948 wurde der jährliche Beitrag für über 18-jährige Mitglieder auf 4,- DM und für Jugendliche auf 2,- DM festgelegt.
Neu aufgenommen in den Verein wurde 1948 eine Tischtennis-Abteilung unter der Leitung von Fritz Blum, die zunächst aus 16 Mitgliedern bestand. Es wurden getrennte Trainingsabende für Männer, Frauen und Jugendliche festgelegt und jeder Teilnehmer hatte pro Training 20 Pfennig zu zahlen. Aber auch diese Abteilung findet dann in späteren Protokollen keine Erwähnung mehr.
Auch die Theatergruppe fand sich wieder zusammen und erfreute die Bevölkerung aus nah und fern unter ihrem Leiter Fritz Blum mit gut ausgesuchten Stücken und spätestens seit dieser Zeit ist sie nicht mehr aus dem Vereinsleben wegzudenken.
Die Begeisterung für den TSV und den Zusammenhalt innerhalb des Vereins zur damaligen Zeit drückt wohl am besten die Tatsache aus, dass sich 1949 das in der Zwischenzeit zum Landrat des Landkreises Bad Kissingen gewählte Vereins-mitglied Engelbert Hofmann nochmals zum Jugendleiter des Vereins wählen ließ und dieses Amt auch tatsächlich ausübte.
1952 werden Engelbert Hofmann und Wilhelm Kuhn anlässlich des 40-sten Vereinsjubiläums zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Ab Mitte 1953 wurde das Faustballspielen wieder aufgenommen und eine Mannschaft in die Verbandsrunde gemeldet. Nach 2 Meisterschaften hinter-einander war man in der A-Klasse Schweinfurt angelangt, in der man Jahr für Jahr gute Platzierungen erreichte. Erst in den späten 60-er Jahren endete das Kapitel Faustball im TSV Oerlenbach.
1975 verstirbt mit dem ersten 1. Vorstand des Turnvereins Oerlenbach, Wilhelm Kuhn, unser letztes Gründungsmitglied.
Am 13. Januar 1962 wurde der TSV beim Amtsgericht Bad Kissingen im Vereinsregister als eingetragener Verein angemeldet und hat seit diesem Zeitpunkt den Zusatz e.V. unter der Vereinsnummer 158.
Ende der 1960-er Jahre stand dem TSV ein neuer Kraftakt ins Haus. Der alte Sportplatz wurde von der Fa. Hegler benötigt und wieder musste ein neuer mit einem Sportheim dazu gebaut werden. Vorstand und Mitglieder bewältigten diese Kraftanstrengung mit Bravour und das neue Zentrum wurde erschaffen und am 17.Juli 1971 eingeweiht.
1977 werden die verdienstvollen Mitglieder Vereinswirt Adalbert Kuhn und das langjährige Vorstandsmitglied und Turnwart Ludwig Lutz zu Ehrenmitgliedern ernannt.
1982 wird anlässlich der 70- Jahr-Feier die neue Vereinsfahne durch Pfarrer Rützel geweiht.
Es entwickelten sich neue Trends und der TSV wurde auch diesmal seiner Verantwortung gerecht, sowohl in kultureller als auch in sportlicher Hinsicht. Die Veranstaltungen wie Faschingstanz, Tanz in den Mai, Kirchweihtanz und Silvestertanz wurden gut angenommene Höhepunkte des gesellschaftlichen Lebens in unserer Gemeinde. Später ließ aber der Besuch dieser Veran-staltungen mehr und mehr nach, so dass in den Mitgliederversammlungen immer öfter die Einstellung der Tänze verlangt wurde, auch, wenn das zu Verlusten in der Tradition des TSV und der Gemeinde führte. Übrig blieben bis heute der Faschingstanz, seit 1988 gemeinsam mit dem FC Eltingshausen veranstaltet, und der Kirchweihtanz.
1972 waren es wiederum 5 junge Fußballer des TSV, die die Olympiafackel auf ihrem Weg nach München durch Oerlenbach trugen.
1987 werden der verdiente Theaterregisseur und langjährige erste Vorsitzende Wilhelm Karch, sowie „die Erbauer des Sportheimes“ Alfred Kraus und Andreas Schäfer zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Im sportlichen Bereich waren die Fußballturniere der Jugend und der ersten Mannschaft von den umliegenden Vereinen gern besuchte Veranstaltungen. Der TSV nahm in diesen Jahren einen rasanten Aufschwung durch neue Abteilungen, die dann durch die Fertigstellung der Wilhelm-Hegler-Sporthalle mit ihren Trainingsmöglichkeiten stark gefördert wurden: 1967 die Damengymnastik 1973 Tischtennis-Abteilung neu
1973 Basketball-Abteilung als SG mit TSV Ebenhausen und dem FC Eltings-hausen, der jedoch nach kurzer Zeit wegen der finanziellen Belastungen aus er SG ausstieg. Die Basketball SG mit dem TSV Ebenhausen entwickelte sich durch ihre Erfolge bis hin zu den Bayerischen Meisterschaften zum Aushängeschild für beide Vereine.
1978 Wander-Abteilung 1980 Ski-Abteilung 1984 wird eine Sportabzeichen-Aktion gestartet, die von Jahr zu Jahr mehr Abnahmen von Deutschen Sportabzeichen, Bayerischen Sportleistungs-abzeichen und Laufabzeichen bringt. 1989 wird im BLSV – Wettbewerb im Landkreis KG mit 95 erworbenen Sportabzeichen der 1. Platz unter den Vereinen erreicht. Durch die optimalen Trainingsmöglichkeiten in der neuen Wilhelm-Hegler-Halle konnte auch mit dem Angebot Mutter-Kind-Turnen ein lang ersehnter Wunsch vieler junger Mütter erfüllt werden.
1986 Kegel-Abteilung 1987 Volleyball-Abteilung 1988 Seniorensport 1993 Wirbelsäulengymnastik 1993 Triathlon-Abteilung
1991 wird Koronarsport für die herzerkrankten Mitglieder aller Vereine der Großgemeinde unter Federführung des TSV Oerlenbach angeboten. Wegen der erforderlichen ständigen ärztlichen Aufsicht wurde der Koronarsport aus der Wilhelm-Hegler-Halle 1996 in das damals noch bestehende Theresienkranken-haus verlegt. Leider ruhen derzeit die Aktivitäten der Koronargruppe.
1991 wird dem TSV der Sepp-Herberger-Preis für jahrelange gute Jugendarbeit verliehen.
Auch in der Mitgliederentwicklung dieser Jahre kann man den stets steigenden Stellenwert des TSV in der Gemeinschaft erkennen. Im Jahr 1984 hatte der TSV Oerlenbach 434 Mitglieder. 1987 wurde Horst Zenglein das 600. Mitglied, 1989 das 700. Mitglied Karin Kühr, 1993 das 800. Petra Hübner und Mitte des Jahres 2002 mit Johannes Benjamin das 900. Mitglied. Fallende Einwohnerzahlen in der Gemeinde Oerlenbach und natürlich auch der demographische Faktor machen sich nun leider auch in rückläufigen Mitgliederzahlen beim TSV bemerkbar. Mit Stand 30.06.2011 hat der TSV noch 749 Mitglieder.
2002 werden die verdienten und allseits geschätzten Leo Albert, Ekkehart und Elisabeth Thiel, als erste Frau im Verein, zu Ehrenmitgliedern ernannt. Leo Albert begeistert nicht nur in der Weihnachtszeit als der Trumpf der Theater-gruppe und kassierte Jahrzehnte als Platzkassier die Eintrittsgelder, sondern er war auch der ununterbrochene Arbeiter um den Sportplatz herum. Auch Ekkehart und Elisabeth Thiel sind aus der Zeitgeschichte des TSV nicht mehr wegzudenken. Sei es die Arbeit im Vorstand als Schriftführer oder als Abteilungsleiter der Senioren, als „Pflegepersonal“ für die Trikots aller Fußballer im TSV oder als Ausgestalter des Saales im Sportheim bei Veranstaltungen aller Art und nicht zu vergessen die Mäh- und Pflegemaßnahmen der Familie am Rasenfeld unterhalb des neuen Sportheimes.
2004 folgte die Ernennung zum Ehrenmitglied für Paul Bernhard Küthe , der als Fußball-Abteilungsleiter und als langjähriger erster Vorsitzender unserem TSV diente.
Im gleichen Jahr übernimmt der erst 24 Jahre alte Sven Schüller das Amt des 1. Vorsitzenden und bildet mit Andreas Schmitt, Michael Ferger, Alexandra Borst und Dieter Vierheilig eine komplett neue Vorstandschaft.
Das 1. Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts ist geprägt von der Vorstandsarbeit um die Konsolidierung des Vereins, von der Verwirklichung neuer Ideen bei Veranstaltungen sowie von dem erkennbaren Bemühen aller Abteilungen die rückläufigen Zahlen bei den Schülern und Jugendlichen durch noch mehr und intensivere Werbung für die einzelnen Sportarten zu einem frühen Zeitpunkt bestmöglich auszugleichen.
Neben dem Wechsel in ein eigenbewirtetes Sportheim sind das groß gefeierte 100-jährige Vereinsjubiläum und das Voranbringen des Großprojekts „Zweiter Sportplatz“ die wesentlichen Hauptaufgaben der Vorstandschaft um Sven Schüller.
Im Jahr 2013 erhält der TSV die Sportplakette des Bundespräsidenten für besondere Verdienste rund um die Welt des Sports. Neben Kultusstaatssekretär Sibler gratulierte Günther Lommer, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV), der Oerlenbacher Delegation. Sie bestand aus Ehrenmitglied Paul B. Küthe, Kassier Michael Ferger, stellvertretendem Vorsitzenden Martin Hundshammer und Vorsitzendem Sven Schüler.
Nachdem Sven Schüller und sein Team langfristig geplant ihren Rücktritt verkünden, gelingt es dem TSV Oerlenbach im Jahr 2014 gleich im ersten Anlauf eine neue Vorstandschaft zu finden.
Seit dem 18. Januar besetzen Reiner Borst (2. Vorsitzender), Jochen Straub (2. Vorsitzender), Michael Ferger (Kassenwart), Marco Bieber (Schriftführer) und Nico Rogge (1. Vorsitzender) die Positionen der Vorstandschaft.
Trotz der tadellosen Führung des Vereins stehen keine leichten Zeiten für die neue Vorstandschaft vor der Tür.  Der demografische Wandel macht sich auch in Oerlenbach immer stärker bemerkbar, so dass die Vorstandschaft um Nico Rogge ab der Fußballsaison 2015 / 2016 eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Ebenhausen eingeht, um dem Fußball in der Großgemeinde Oerlenbach qualitativ und quantitativ eine Zukunft zu ermöglichen.
Unter dem Namen SG Oerlenbach / Ebenhausen startet der TSV  wieder mit 2 Mannschaften in die neue Saison.
Nahezu gleichzeitig wird der Sportplatzbau, welcher Anfang 2014 begonnen wurde, wie geplant beendet und der neue Rasenplatz mit Flutlichtanlage wird am 28. August 2015 eingeweiht.
Zur Einweihung kommt selbst die Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär sowie Landrat Thomas Bold.
Nach zwei Jahren Amtszeit kündigt Nico Rogge aus beruflichen Gründen an, dass ihm eine Wiederwahl zum 1. Vorsitzenden nicht möglich ist.  Bei der Jahreshauptversammlung 2016 kommt im ersten Versuch keine neue Vorstandschaft zusammen. Im Mai 2016 kann dann aber doch die neue Vorstandschaft gewählt werden. Neu in der Vorstandschaft ist Frank Schmitt, der sich als 2. Vorsitzender zur Verfügung stellt. Jochen Straub übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden.
Mit Thorsten Büttner wird ab der Fußball Saison 2016/2017 ein erfahrener Spielertrainer zur SG Oerlenbach / Ebenhausen gelotst. Gleichzeitig kommen etliche Spieler zurück zum TSV.
An der Jahreshauptversammlung 2017 werden Andreas Schmitt und Dominik Stößer für außerordentliche Verdienste vom Bayerischen Fußballverband geehrt.
Andreas Schmitt agiert über Jahrzehnte in den verschiedensten Gremien und Aufgabenbereichen des Vereins. Besonders verdient macht er sich im Bereich der Theaterabteilung, die er viele viele Jahre führt und bei den Theaterstücken als Regisseur fungiert. Er erhält dafür das BFV-Verbandsehrenzeichen in Silber.
Dominik Stößer war seit 2001 Trainer bzw. Betreuer von sämtlichen Jugendfußballmannschaften (U7 – U19) und fungierte zugleich als Jugendfußball-Abteilungsleiter und Beisitzer der JFG Oberes Werntal. Er erhält dafür das BFV-Verbands-Jugend-Ehrenzeichens in Silber.
Am gleichen Tag erfährt auch der TSV Oerlenbach selbst eine große Auszeichnung seitens des übergeordneten Fußballverbandes. Mit der „goldenen Raute“ kann der TSV nach außen sichtbar belegen, dass er in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen unserer Zeit gerecht wird. 40 Kriterien umfasst der Aufgabenkatalog, von denen mindestens 24 erfüllt werden müssen, darunter die Bereiche Ehrenamt, Seniorenarbeit, Jugend, Breitensport, Gesundheit sowie Prävention gegen Sucht und Gewalt. „Diese Vorgaben sind ein Leitbild für einen modernen Verein, in dem sich viele Mitglieder ehrenamtlich mit hoher Sach- und Sozialkompetenz einbringen“, loben Klaus Eisenmann als BFV-Kreis-Ehrenamtsbeauftragter und BFV-Kreisvorsitzender (Rhön) Rainer Lochmüller unseren Heimatverein und seine Mitglieder.
Im März 2017 wird Sieglinde Klieber für ihr jahrzehntelanges Engagement beim TSV Oerlenbach von der Gemeinde Oerlenbach mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.
Ab Mai 2017 bauen die Vereinsmitglieder gemeinsam einen neuen Spielplatz. Damit setzen sie in (vereins)schwierigen Zeiten das richtige Signal für die Zukunft und opfern ihre Zeit unseren wichtigsten Mitgliedern, den Kindern.
Die 1. Fußballmannschaft der SG Oerlenbach / Ebenhausen steigt Ende Mai vor ca. 1200 Zuschauern im Relegationsspiel gegen die SG Frickenhausen in die Kreisklasse auf. Die Tore beim 2:1 Sieg erzielen Yannic Franz und Christian Heim, letzterer mit seinem ersten Saisontor.
Im November 2017 wird Nico Rogge, der mittlerweile als Fußball-Abteilungsleiter agiert, zum BFV-Kreisehrenamtssieger gekürt und erhält diese Auszeichnung von Weltmeister Philipp Lahm und DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch in München. Begleitet wird Nico Rogge bei der Ehrung von 2. Vorsitzendem Reiner Borst und BFV-Kreisehrenamtsbeauftragten Klaus Eisenmann.
Im Dezember 2017 wird Ekkehart Thiel mit dem „BFV-Lebensoskar“ ausgezeichnet für langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten beim TSV Oerlenbach.
In der Winterpause der Saison 2017 / 2018 stehen die Fußballer der SG Oerlenbach / Ebenhausen überraschend auf Platz 1 der Kreisklasse Rhön 1.
Die Jahreshauptversammlung im Januar 2018 wählt Jochen Straub, Reiner Borst und Frank Schmitt erneut in die Vorstandschaft. Auch Michael Ferger wird erneut zum Kassenwart gewählt. Der bisherige Schriftführer Marco Bieber steht nicht mehr zur Wahl. Sein Amt übernimmt Sybille Sempert, die einstimmig gewählt wird.
Ende Februar 2018 wird Moritz Mützel für herausragende Leistungen im Kegeln (Jugend) als Sportler des Jahres der Gemeinde Oerlenbach ausgezeichnet. Moritz ist der erste Oerlenbacher im neuen Jahrtausend nach Mike Curtis, dem diese besondere Ehrung verliehen wird.
Im Rahmen der behördlichen Veranstaltung wird auch die SG Oerlenbach / Ebenhausen nochmal für ihren Aufstieg in die Kreisklasse geehrt.

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